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Burma: 1.3 Millionen Euro gegen die Gewalt, Avaaz arbeitet erfolgreich mit Mönchen für die Opfer

mit 2 Kommentaren

…und sie bewegt sich doch, die web community. Die engagierten Leute von Avaaz.org leisten tolle Arbeit – und die Internetgemeinde macht offensichtlich mit, wenn man sich die Aktionen und Ergebnisse ansieht.

Seit letztem Jahr hat Avaaz.org eine starke Beziehung zu burmesischen Mönchen und zivilen Gruppen aufgebaut, um mit deren Hilfe politischen Druck erzeugen zu können und Gelder zu beschaffen, vor und nach den Protesten gegen die Junta. Nach dem Zyklon hat Avaaz mit diesen Gruppen gearbeitet um das zu tun, was ihre Regierung nicht tut: Den Menschen Hilfe zukommen zu lassen. Entgegen anderen Staaten und Regierungen, hat die Organisation nicht auf die Erlaubnis gewartet, den Leuten zu helfen. Avaaz Mitglieder aus 124 Ländern haben die Menschen in Burma unterstützt, mit Spenden in Höhe von fast 2.000.000 $ / ca. 1,3 Mio. €. Und das innerhalb weniger Tage.

Am 2. Mai trifft der gewaltige Zyklon “Nargis” die Küste Burmas. Die verarmte und schutzlose Bevölkerung wurde von ihrer Militärregierung nicht gewarnt. Als gewaltige Wassermassen das Tiefland überschwemmten verloren 100.000 Menschen ihr Leben und 2 Millionen wurden obdachlos. Die Überlebenden sind mit Hunger, mangelnder medizinischer Versorgung und einer wachsenden Gefahr von Seuchen und Epidemien konfrontiert.

Junta behindert Hilfe: Die Welt stellte eilig Hilfe zur Verfügung – aber Burmas Regime stoppte Helfer und Hilfsmittel an der Grenze. Unfähig und misstrauisch, fürchtet die Junta, dass Fremde im Land die Macht unterwandern könnten, indem der brutalen Herrschaft von der Weltöffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. 3 Wochen später wurde eine Geberkonferenz angesetzt, auf der ein Kompromiss zu den Hilfslieferungen erreicht werden sollte. Das sinnlose Verzögern jedoch lässt die Menschen in Burma täglich mehr leiden.

Die “Wunderorganisation” die hier am Werk ist firmiert unter folgender Adresse: Avaaz.org, 260 Fifth Avenue, 9th floor, New York, NY 10001 U.S.A., zunächst also kein europäisches Projekt. Warum das hier ausdrücklich erwähnt wird? Es könnte doch, verd… noch mal, einmal eine europäische Initiative sein, oder?

Ein Weltbürger zeigt, wie man so ein Projekt erfolgreich aufzieht. Der Geschäftsführer von Avaaz ist Kanadier, sein Name ist Ricken Patel, sein Alter 30. Der Avaaz-Chef erklärt: „Wir erleben gerade weltweit eine technologische Revolution, wie es sie noch nie gegeben hat. Schon heute gibt es eine Milliarde Menschen mit Internetanschluss und zwei Milliarden Menschen mit Handys. Das bietet uns die Chance, die Menschen global zu vernetzen und ihre Anliegen zu artikulieren.” Ricken fängt nicht bei Null an, sein Startkapital ist das Portal „MoveOn“, die größte Kampagnen-Website in den USA mit über drei Millionen Usern.

Zunächst mal bin ich Mensch, und dann erst Bürger eines Landes.” Eine Maxime, die Ricken Patel von Mahatma Gandhi übernommen hat. Wenn der Avaaz-Chef die Ikone der friedlichen Weltrevolution zitiert, klingt das nicht pathetisch, sondern absolut glaubwürdig. Ricken ist Kanadier mit britischer Staatsbürgerschaft und indischer Abstammung. Er wuchs in Kenia auf, studierte in Oxford und Harvard und arbeitete dann für internationale Organisationen in Sierra Leone, Liberia, Afghanistan und im Sudan. Seine Domänen dort: Schutz von Bürgerrechten und „Good governance”. Mit dieser Biografie wird man UNO-Generalsekretär. Oder man gründet seine eigene UNO – Avaaz, eine transnationale Gemeinschaft, die demokratischer und somit besser funktionieren soll als die Vereinten Nationen.

Ricken will die Web-Weltgemeinschaft als globale Supermacht aktivieren. „Hinter fast all unseren lokalen Anliegen verbergen sich tiefere Probleme, die nur global angepackt werden können. Ein Beispiel: In Afrika bekriegen sich die Menschen um das immer knapper werdende Ackerland. Die Gründe dafür aber liegen im Klimawandel, einem globalen Phänomen.” Noch gebe es eine Riesenkluft zwischen der Welt, wie sie ist und der Welt, wie sie sich die meisten wünschen. „Die Mehrheit der Leute ist absolut pro Umweltschutz, pro Menschenrechte und gegen Armut, Landminen und Aids. Was die nationalen Regierungen diesbezüglich entscheiden, ist leider meilenweit weg von dem, was die Menschen wollen.

Eure Infos über ähnlich erfolgreiche Organisationen europäischer Provinienz nehme ich gerne zur Kenntnis! Das ist kein Euro-Chauvinismus sondern die Sorge um die Entwicklung und Glaubwürdigkeit Europas und seiner Bürger. Mein Bruder arbeitet zum Beispiel für UNOPS in Afghanistan. Eine vergleichbare europäische Organisation gibt es nicht wirklich…

Zurück zu Avaaz: Ein klein wenig tröstet bei der Geschichte, dass mittlerweile die Hälfte der führenden Kampagnen-Mitarbeiter von Avaaz Europäer sind.

Mehr Infos hier
Avaaz.org

PS: Avaaz bedeutet auf Urdu (auch auf Farsi und Hindi!) „Stimme“. Gemeint ist die Stimme einer neuen Generation von Internetaktivisten.

Geschrieben von .kroski

6. Juni, 2008 um 6:57 pm

2 Antworten

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  1. [...] Burma: Junta verteidigt Gewalt gegen Mönche Avaaz.org hilft Spenden fliessen, Petition in GB [...]

  2. Leute,wir brauchen wieder mehr deutsch blogger für Burma
    copy was du willst http://democracyforburma.wordpress.com/

    mingalar

    peacerunning

    10. Januar, 2009 um 7:12 pm


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