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dialogversuche zu zeitgeist & christsein

mügeln und prügeln: europa, ausländer, und weiter?

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wieweit kommen wir mit diesen worten? “Es braucht diese Empörung, trotz ihrer begrenzten Wirkung, sonst bricht der Boden der Zivilisation. Er ist dünner, als man denkt”, so lesen wir heute in der SZ im artikel JAGD AUF DAS FREMDE.

MÜGELN

kleinstadt, landwirtschaftliches gebiet, stadtfest, bierzelt, alkoholgetränkte streitereien, mitfeiernde inder schlussendlich als ziel, neonazistische parolen kommen auf, brutale hetzjagd von etwa 50 bewohnern mügelns auf das grüppchen inder, brutale verletzungen… wir haben das gehört, gesehen und gelesen.

nach abklingen aller betroffenheit jetzt die frage, wie geht es weiter? es ist längst an der zeit, die zähen wurzeln und unangenehmen wahrheiten anzusprechen.


* aus sicht der generationen: die ehemaligen 68er sind in rente, und die nachfolgenden jungen haben sich zum grossen teil in ich-ags zersplittert. für kleinere gruppen reicht es bestenfalls zu aktivitäten wie anti-g8 und friedensmärschen. einige christliche fundis auf der einen seite, das brights movement am anderen ende der skala, aber was spielt sich in der mitte ab? intellektuell und sinnsuchend ist hier überwiegend grosse leere vorherrschend, besserung kaum in sicht.

* aus sicht der kirchen: christliche kirchen sind zum teil mit eigenen problemen und abwehrhaltungen gegenüber laienbewegungen beschäftigt, sodass hier kaum wirkliche kapazitäten für die kernfragen der gesellschaftlichen situation bestehen. teilweise aufhebung des zölibats, aufwertung der diakone, noch stärkere integration der frauen in die katholische kirche, so könnten schritte aussehen, mehr christlich-soziale kompetenz in kirchen, gemeinden und städte zu bringen.

EUROPA

* aus sicht politisch denkender menschen: in nationalen kategorien zu denken und in regionalen debatten zu versinken, ist nicht mehr zeitgemäss. die integration respektive ablehnung des fremden ist keine deutsche, österreichische oder französische problematik, sondern es ist eine zentrale europäische frage. fällt den bloggern unter euch denn nicht auf, dass beispielsweise in WORDPRESS das tag EUROPA kaum zu existieren scheint?

*aus sicht der gesellschaft: wir leben zunächst in einer der bestmöglichen welten: diktatur, willkühr, gesetzlosigkeit, grosse armut, seuchen… sind grösstenteils fremdworte für uns. wir haben gelernt, uns frei zu machen von grosser not und sexuellen zwängen. die FREIHEIT VON den unangenehmen dingen des lebens ist die grosse, vorherrschende doktrin. dass es auch eine FREIHEIT FÜR dringende fragen der gesellschaft und unserer nächsten gibt, haben wir zum ganz, ganz grossen teil verdrängt.

es ist zeit, alte und neue fragen wieder ins zentrum zu rücken. wir brauchen europa für unser überleben, ergo müssen wir uns auch aktiv damit beschäftigen. solange die mehrheit der europäer an ein leben nach dem tod glaubt, ist ein demütigeres leben angesagt, in dem wir die FREIHEIT FÜR ein friedliches zusammenleben umsetzen, jeder einzelne von uns.

nicht vergessen dürfen wir, bei aller notwendigen toleranz, den stolz auf unsere über jahrhunderte gewachsene kultur zu bewahren. diese kultur ist ohne jeden zweifel christlich geprägt. ein europa, das nach und nach die eigenen kirchen nicht mehr mit leben erfüllen kann, und aufgrund falsch verstandener toleranz mit moscheen überzogen wird, kann ich – auch im namen meines sohnes – nicht willkommen heissen.

Geschrieben von .kroski

21. August, 2007 um 8:52 pm

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